Aktuelles vom 15.04.2018

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Die Takelage ist schon in Hamburg!

Takelarbeiten im Hafenmuseum

Im Hafenmuseum Hamburg wurde das großes Schaudepot zu einer riesigen Werkstatt umfunktioniert, dort finden momentan die Taklerarbeiten für die Peking statt. Das Team greift dabei auf die traditionelle Technik zurück und macht alles per Hand. Etwa 4500 Meter werden hier neu "bekleedet" und anschließend "gelabsalbt".

Worum geht's?
Die PEKING hat 4 Masten und 1 Bugspriet; 18 Rahen, 1 Baum und 2 Gaffeln. Dazu rund 10 Kilometer Tauwerk, davon wiederum ca. die Hälfte aus schweren Drahtseilen.

Vieles davon existiert nicht mehr und muß neu geschaffen werden. Das meiste davon geschieht auf der Werft.
Etliches kann jedoch nach wie vor weiterverwendet werden und muß "nur" gründlich überholt werden. Dieser Teil der Arbeit wird jetzt nach Hamburg geholt und hier durchgeführt, sodaß zumindest ein Teil der Instandsetzungsarbeit der PEKING besichtigt werden kann.

Zunächst handelt es sich darum, die größten und kräftigsten Drahtseile wieder klar zu machen, jene, die dann die Masten stützen und aufrecht halten. Wanten, Pardunen und Stage werden konserviert sowie neu bekleedet und eingebändselt.

Das ist traditionelles Seemannshandwerk, wie es vor hundert Jahren noch alltäglich war, das heute aber fast nur noch auf Segelschiffen Anwendung findet. Dies vor Ort mitzuerleben, ist eine einzigartige Gelegenheit, Einblick zu gewinnen, in eine Welt, die sonst selten zugänglich ist.
(Zitat PEKING Takler Team Hamburg)

Eine hervorragende bebilderte Beschreibung der einzelnen Arbeitsgänge findet man bei Marc Volquardsen:
https://volquardsen.photo/de/tag/viermastbark-peking/

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