Aktuelles vom 28.04.2018

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Bug und Heck wieder sichtbar - Wetteraufzeichnungen der PEKING Reisen

Die Arbeiten am Schiff gehen voran  *  Wetteraufzeichnungen von 1911 beim DWD  *  Rah der PEKING in Finnland gesichtet

Bug und Heck der PEKING sind fertig sandgestrahlt und wieder ausgepackt. Das Mittelschiff ist als nächstes dran. Die Arbeiten sind sehr aufwendig, weil die früher verwendeten Farben viele Giftstoffe enthalten, die aufwendig entsorgt werden müssen. Bleimennige wurde schon beim Bau zum Rostschutz eingesetzt. Diese gilt heute als sehr giftig und Krebserregend. Auch die später in New York aufgetragenen Farbschichten sind nicht unproblematisch, weil sie Asbest enthalten können.
Die Entfernung dieser Beschichtungen wird unter größtmöglichem  Schutz für Arbeiter und Umwelt durchgeführt. Aus diesem Grunde ist auch ein Besuch des Schiffes auf absehbare Zeit nicht möglich.
Bilder: Löll und Spieckermann Ingenieure

Wetteraufzeichnungen der Jungfernfahrt 1911

Vieles über die PEKING ist im Laufe der Zeit oder in den Kriegen verlorengegangen. Die Journale mit den Wetteraufzeichnungen der PEKING-Reisen sind erstaunlicher- und glücklicherweise noch vollständig erhalten. Der deutsche Wetterdienst DWD hat einen schönen Artikel zu diesen Wetterjournalen & zur Jungfernfahrt der Peking geschrieben, man findet den Artikel als Link auf der rechten Seite auf dieser Webseite:
https://www.dwd.de/DE/leistungen/metschiffsjournale/metschiffsjournale.html


Es gibt auch dieses schöne Plakat zu dem Thema. Für bessere Lesbarkeit hier als PDF herunterladen!

 

Rah der PEKING in Finnland gesichtet

In Uusikaupunki in Finnland liegt eine Rah der PEKING. Wir haben Bilder davon erhalten.

Die Schrift auf dem Schild besagt etwa folgendes: Die Instandsetzung im Jahr 2010 wurde durchgeführt von: Heimatverein "Stadtjungs" e.V., (frei übersetzt) dann folgt eine Liste von Unterstützern, z.B. die Kulturstiftung der Stadt Uusikaupunki.

Auf Facebook wurde folgendes dazu berichtet (Dank, auch für obige Übersetzung, an Jan Feller!):

Die Rah wurde der Stadt in den 1950ern von der Werft Uusikaupunki geschenkt. Der Reeder Gustav Eriksson aus Mariehamn hatte die Rah als Ersatzteil gekauft, und zwar für die "Herzogin Cecilie".

Im Frühjahr 1949 wurde wohl das gesamte Segelschiffinventar auf der m/s Schweden von Mariehamn nach Uusikaupunki gebracht. Weil die Rahen wegen ihrer Länge nicht auf Deck passten, wurden sie aussen ans Schiff gehängt, von wo sie in die Werft zur Lagerung gebracht wurden.

In den 50ern hat Edgar Eriksson diese Rah der Stadt als Schifffahrtsdenkmal gespendet. Sie befindet sich vor der Kirche, weil dort damals das Schifffahrtsmuseum war.

 

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