Aktuelles vom 29.04.2018

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Mitgliederversammlung - Info über endgültigen Liegeplatz

Viermastbark PEKING bekommt endgültigen Liegeplatz an neuer Pontonanlage im Hansahafen.

Hamburg, den 28. April 2018 – Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Vereins "Freunde der Viermastbark PEKING e.V." informierte die Projektleiterin des künftigen Deutschen Hafenmuseums, Ursula Richenberger, die Mitglieder über den aktuellen Planungsstand des Museums und über die konkrete Planung für die PEKING, die voraussichtlich 2020 als erstes Exponat und Botschafterin des neuen Museums für den Besucherbetrieb geöffnet wird.

Richenberger berichtete, dass gerade die Liegeplatzzusage für die PEKING eingetroffen sei. Nach seiner Fertigstellung werde das Schiff an einer neuen Pontonanlage mitten im Hansahafen endgültig festmachen, vor Schuppen 50, gut sichtbar von der Plaza der Elbphilharmonie. Richenberger wörtlich: „Die PEKING hat während ihrer aktiven Zeit immer in Hansahafen geladen und gelöscht. Sie kommt daher im wahrsten Sinne des Wortes in ihren Heimathafen zurück."

Für den aktuellen Eigentümer, die Stiftung Hamburg Maritim, gab Ex-Kultur-Staatsrat Gert Hinnerk Behlmer als Vorsitzender des Stiftungsbeirat einen Überblick über die Restaurierungsarbeiten. Behlmer bestätigte, dass die Peters Werft in Wewelsfleth mit der „Entschichtung", der Entfernung alter Farbanstriche außen und innen, schon gut vorangekommen sei. Schadstoffe wie Blei und Asbest führen allerdings zu Mehraufwand in Millionenhöhe. Die Stahldecks seien leider in schlechterem Zustand als erwartet. Dafür erweise sich das Unterwasserschiff als überraschend gut erhalten, eine vollständige Erneuerung werde nicht nötig sein.

Der Vorsitzende des Vereins, Mathias Kahl, ist einstimmig für drei Jahre als Vorsitzender wiedergewählt worden. Kahl führt den mittlerweile auf über 180 Mitglieder angewachsenen Verein, der nach Wiederherstellung des P-Liners den Museumsbetrieb auf ehrenamtlicher Basis übernehmen soll, seit 2015. Über 80 Mitglieder haben im Galionsfigurensaal des Altonaer Museums vor allem über die Herausforderung diskutiert, die PEKING nach Ihrer endgültigen Rückkehr in ihren Heimathafen zu einem attraktiven, lebendigen Museumsschiff zu machen.

Wie knapp die PEKING in New York der Verschrottung entgangen ist, wurde deutlich, als Kahl die Kurzdarstellung über die Rettung des Hamborger Veermasters vortrug, die jetzt von den damaligen Akteuren Reinhard Wolf und Henning Schwarzkopf auf Hamburger Seite und Tom Gochberg in New York verfasst wurde. 2014, als das Southstreet Seaport Museum in New York in Insolvenz geriet und sich in Hamburg die fest zugesagten Millionenspenden aus der Wirtschaft in Luft auflösten, wurden in Amerika konkrete Pläne zur Verschrottung entwickelt und entsprechende Angebote eingeholt. Nur mit Mühe und Dank finanzieller Unterstützung der Laeisz-Reederei gelang es damals, die Entscheidung so lange herauszuzögern, bis der Hamburger Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs zusammen mit seinen Hamburger Kollegen im Haushaltsausschuss des Bundestages die notwendigen öffentlichen Mittel eingeworben hatte.
Kahl auf der Versammlung wörtlich: „Ohne den tatkräftigen Einsatz unserer Vereinsfreunde wäre die PEKING 2015 im Hochofen gelandet und schon längst zu Konservendosen geworden."

Die Chronik der Rettung finden Sie hier.

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