Aktuelles vom 17.04.2020

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Die PEKING ist wieder ein kompletter Rahsegler!

Die PEKING ist wieder ein kompletter Rahsegler! 

Bei der Montage der tonnenschweren Rahen hatten die Takler ab Anfang Februar das Kommando auf der Peters Werft in Wewelsfleth. Der Kran hob die Rahen an ihre Position, wo sie von den Taklern am Mast angeschlagen wurden. Mittlerweile sind alle Rahen an ihrem Platz. Die beiden hölzernen Besangaffeln sind geliefert und montiert. Und die nach alten Vorlagen neu gebauten Jarvis-Brasswinden sind an Bord.

Die Werftarbeiten an der PEKING liegen damit im Zeitplan. Die Werft ist bisher vom Corona-Virus verschont geblieben, arbeitet aber natürlich unter höchstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen. Deshalb sind aktuelle Bilder von Bord im Moment nicht möglich.

Zu den Rahen:
Von den 18 Rahen der PEKING waren noch zwei erhalten geblieben. Für die Rekonstruktion der fehlenden Rahen konnten überlieferte Zeichnungen herangezogen werden. Die Fachleute orientierten sich dabei auch an den zwei noch vorhandenen Rahen. Früher wurden die Rahen und Stengen in Nietkonstruktion hergestellt, was heutzutage nicht mehr praktiziert wird. Auch dieser Restaurierungsabschnitt war wieder eine besondere Herausforderung für die Schiffbauspezialisten. Es ist gelungen, mit modernen Verfahren die Rahen in authentischer Formgebung nachzubauen. Die Grundelemente der Rahen und Stengen wurden in Holland aus Stahlplatten auf der Kantbank vorgeformt und als halbe Rohrsegmente in Wewelsfleth angeliefert. Es waren über 400 Halbschalen, die auf der Werft zu konischen Rohren mit Laibung verschweißt wurden. Die originalgetreu nachgebildeten Beschläge wurden komplett in Wewelsfleth gefertigt.
(Text: Stiftung Hamburg Maritim, Luftbild: Andreas Bode, Bilder Takelage: Manfred Bull)

Auf der CAP SAN DIEGO waren die PEKING-Freunde bis 8. März mit ihrer Dauerausstellung vertreten. Im guten alten Hafenmuseum wollten wir eigentlich nahtlos weitermachen, aber im Augenblick ist ja leider nichts abzusehen. Auch der Hafengeburtstag fällt aus.

Wegen der Pandemie-Vorkehrungen gibt es im Moment auch keinen Plan, wann und wie die PEKING in ihren Heimathafen zurückkehren kann. Wenn es neue Erkenntnisse gibt, werden wir sie an dieser Stelle berichten.

Bitte bleibt gesund!

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