Aktuelles vom 10.02.2020

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Die PEKING wird wieder zum Rahsegler

Die PEKING wird wieder zum Rahsegler - Ausstellung auf der CAP SAN DIEGO noch bis 22. März

Bei der Montage der ersten tonnenschweren Rah am Kreuzmast der PEKING hatten die Takler am 03. Februar das Kommando auf der Peters Werft in Wewelsfleth. Der Kranfahrer hob auf Handzeichen der Takler die Rah an ihre Position. Dort wurde sie von den Taklern am Mast befestigt. Die zweite Rah folgte am 6. Februar, in  den nächsten Wochen werden alle Rahen eine nach der Anderen an ihren Platz gebracht.  

Die Arbeiten an der PEKING liegen damit im Zeitplan.

Die Rahen tragen die Rahsegel und sind an den Masten und Stengen beweglich befestigt. Charakteristisch für eine Viermastbark ist, dass die vorderen drei Masten mit Rahsegeln bestückt sind, bei der PEKING jeweils sechs pro Mast. Der Besanmast hat dagegen nur ein Gaffelsegel. Alle vier Masten der PEKING sind im Original erhalten geblieben, mussten aber gründlich saniert werden. Die so genannten Stengen, die Verlängerungen der Masten oberhalb der Saling, existierten nicht mehr und mussten erneuert werden.

In der Schiffsbauhalle der Peters Werft wurden die Rahen und Stengen für das Rigg der PEKING gefertigt. Als Rigg wird in der seemännischen Fachsprache die Gesamtheit der Takelage bezeichnet.
Von den 18 Rahen der PEKING waren noch zwei erhalten geblieben. Für die Rekonstruktion der fehlenden Rahen konnten überlieferte Zeichnungen herangezogen werden. Die Fachleute orientierten sich dabei auch an den zwei noch vorhandenen Rahen. Früher wurden die Rahen und Stengen in Nietkonstruktion hergestellt, was heutzutage nicht mehr praktiziert wird. Auch dieser Restaurierungsabschnitt war wieder eine besondere Herausforderung für die Schiffbauspezialisten. Es ist gelungen, mit modernen Verfahren die Rahen in authentischer Formgebung nachzubauen. Die Grundelemente der Rahen und Stengen wurden in Holland aus Stahlplatten auf der Kantbank vorgeformt und als halbe Rohrsegmente in Wewelsfleth angeliefert. Es waren über 400 Halbschalen, die auf der Werft zu konischen Rohren mit Laibung verschweißt wurden. Die originalgetreu nachgebildeten Beschläge wurden komplett in Wewelsfleth gefertigt.
(Text: Stiftung Hamburg Maritim, Luftbild: Andreas Bode, Bilder Takelage: Manfred Bull)

Auf der CAP SAN DIEGO sind die PEKING-Freunde noch bis 22. März mit ihrer Dauerausstellung vertreten. Besuchen sie uns Freitag bis Sonntag von 12-16 Uhr in Luke 2!

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