1. Die PEKING als ARETHUSA von Christine Hieber
2. Die AOBA (ARETHUSA Old Boys Association) Besuchsbericht 2016 von Mathias Kahl
3. Memories of the Arethusa 1940-42 by Doug Lawrence

 

Die PEKING als ARETHUSA

Vom Frachtsegler zum Sozialprojekt
Das zweite Leben der Viermastbark PEKING als stationäres Schulschiff ARETHUSA 1932 – 1974

Über die Flying P-Liner im Allgemeinen und über die PEKING im Besonderen wurde schon viel geschrieben, über die Zeit der PEKING als britisches stationäres Schulschiff ARETHUSA (II) jedoch eher wenig, obwohl sie für tausende junger Menschen ein wichtiger, wenn nicht sogar entscheidender Teil ihres Lebens war. Das kam so:
Der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932, als selbst moderne Motorschiffe massenweise aufgelegt werden mussten, konnte sich auch die Reederei Laeisz nicht entziehen. Deshalb sah man sich gezwungen, bis auf die zwei modernsten - PADUA und PRIWALL - alle Segelschiffe zu verkaufen. Interessenten waren allerdings dünn gesät, es gab eigentlich niemanden außer dem finnischen Reeder Gustav Erikson, dessen Geschäftsmodell es war, große Segelschiffe, meist Viermastbarken und ein paar Vollschiffe, in gutem Zustand billig zu kaufen, sie mit Besatzungen aus zahlenden Jungen noch billiger zu fahren und zum Schrottwert wieder zu verkaufen, sobald größere Reparaturen fällig wurden. Damit war er bis zu seinem Tod im Jahre 1947 erfolgreich. Aber mit Erikson kam dieses Mal kein Geschäft zustande, also verkaufte Laeisz die PEKING mit Kaufvertrag vom 9. September 1932 für 6250 Pfund Sterling an die „Shaftesbury Homes and Arethusa Training Ship Co." in London.

„Shaftesbury Homes and Arethusa Training Ship Co."
Die seit 1843 bestehende „Shaftesbury Homes and Arethusa Training Ship Co." ist eine der ältesten Wohlfahrtseinrichtungen Großbritanniens. Gegründet wurde sie als „Lumpenschule", in der Straßenkinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen konnten und eine einfache Berufsausbildung bekamen, von dem Rechtsanwaltsgehilfen William Williams, nachdem er einer Gruppe schmutziger, halb erfrorener Londoner Straßenjungen begegnet war, die, mit schweren Eisenketten aneinander gekettet wie die Sklaven, auf ihre Abschiebung in die damalige britische Strafkolonie Australien warten.
Ihren Namen erhielt die Gesellschaft im Jahr 1866 von Lord Shaftesbury, der Williams über die 1844 gegründete Vereinigung der Lumpenschulen kennen- und schätzen gelernt hatte. Später konzentrierte man die Berufsausbildung auf seemännische Berufe, und noch später kamen noch Heime für obdachlose Kinder und Jugendliche in und außerhalb Londons dazu. 2006 wurde die Organisation in „Shaftesbury Young People" umbenannt. Ihre Ziele beschreibt sie heute folgendermaßen: „Junge Menschen aus sozialen Einrichtungen darin zu unterstützen, ihre eigene Stimme zu finden, gesund zu leben und für sich einen unabhängigen und positiven Platz in der Gesellschaft zu entwickeln und zu erreichen".

Lord Shaftesbury war der Überzeugung, dass Straßenjungen am besten auf See aufgehoben wären, egal ob in der Marine oder in der Handelsseefahrt. Um sie darauf vorzubereiten, lieh die Gesellschaft von der Royal Navy eine ausgediente hölzerne Fregatte, die CHICHESTER, die in der Themse vor Greenhithe verankert wurde und 250 Jungen beherbergen konnte. Von 1866 bis 1874 hatten schon 1300 vorher obdachlose Jungen auf dem Schiff eine solide Berufsausbildung bekommen.
Wegen des großen Erfolges der CHICHESTER und dank der großherzigen Spende von Lady Burdett-Coutts kaufte die Gesellschaft dann im selben Jahr für 5000 Pfund Sterling eine weitere hölzerne Fregatte, die ARETHUSA (I), die ihren Liegeplatz neben der CHICHESTER bekam. Unter dem neuen Schirmherrn, dem damaligen Prince of Wales und späteren König Edward VIII, der sich schon als junger Mann besonders für die einfachen Leute einsetzte, wurde die ARETHUSA (I) im Jahr 1919 sogar in den Namen der Organisation aufgenommen.
Heute gibt es immer noch zahlreiche Sozialprojekte im Zusammenhang mit Segelschiffen. Da seien nur die schwimmenden Schulen, u.a. die Schoner THOR HEYERDAHL und FRIDTJOF NANSEN erwähnt, sowie der Bau der STAD AMSTERDAM, der auch als Ausbildungsprojekt für benachteiligte Jugendliche diente.

Mit heutigen Sozialprojekten hatte das Leben auf CHICHESTER und ARETHUSA (I) allerdings herzlich wenig zu tun. Die Kinder wurden nur mit einer Nummer gerufen; sparsames Essen – das einzige Gemüse waren Kartoffeln – und strenge Disziplin mit Prügelstrafe waren an der Tagesordnung. Im Gegensatz zum damals in den Kriegs- und Handelsmarinen der Welt noch üblichen Vorgehen durfte auf CHICHESTER und ARETHUSA (I) nur der Kapitän zuschlagen, und das höchstens 24mal sowie ´nur´ mit Birkenreisern, nicht mit der in der Navy bis ungefähr 1870 üblichen neunschwänzigen Katze oder, wie besonders auf amerikanischen Segelschiffen üblich, mit Belegnägeln. 24 Schläge gab es für „Unanständigkeit" oder „unmoralisches Benehmen", 12 Schläge für Diebstahl, beides mit nachfolgendem Verweis von der Schule. Flucht brachte ebenfalls 12 Schläge ein, allerdings ohne direkten Verweis. Kleinere Vergehen wurden mit 6 Schlägen bestraft.
Die Ausbildung jedoch war gründlich. Sie bestand aus Arbeit mit Kompass und Lot, Knoten und Spleißen, Segel Nähen, Lernen aller Teile einer Takelage und aller Seemannsarbeiten inklusive Zimmermanns- und Schneiderarbeiten. Nach dem Abschluss bekamen die Jungen noch die Grundausstattung für einen Seemann mit auf ihren weiteren Lebensweg – einen Satz Bekleidung inklusive Ölzeug, eine Decke, Nähzeug, Handtuch, 2 Kämme, 4 Pfund Seife und einen Seesack.

Das System der stationären Schulschiffe zur seemännischen Grundausbildung blieb jedoch umstritten, in Großbritannien genauso wie in Deutschland.
„... Der Nachteil, der gegen das System der Kadettenschiffe (stationären Schulschiffe. Anm. d. Übers.) vor allem genannt werden muss, ist, dass die Anzahl der Jungen auf einem Schiff es nicht zulässt, dass sie die praktische Erfahrung bekommen, die das Schicksal des Schiffsjungen ist, der als Mitglied der Schiffsmannschaft jede notwendige Aufgabe vollwertig zu erfüllen hat. Dem Kadett wird gezeigt, wie die Sache gemacht werden muss und gelegentlich muss er sie auch machen, aber niemals in dem Maße wie ein Schiffsjunge. Dieser Mangel an Gelegenheit zeigt sich oft in solchen Details wie beim Festmachen oder Verladearbeiten.
Bis einige Jahre vor dem Krieg (dem 1. Weltkrieg 1914-18. Anm. d. Übers.) fand die normale Schiffsjungen-Zeit auf einem Segelschiff statt. Die Vorschriften bestanden darauf, dass „Zeit" unter Segeln zu verbringen war, aber in der Mehrzahl der Fälle „verließ" der Junge nicht „die See und ging zum Dampf" bevor er nicht zumindest einige Patente erworben hatte, und häufig nicht, bevor er ein voll qualifizierter Kapitän geworden war. Dieser Weg ist jetzt unmöglich in der Britischen Handelsmarine, weil wir keine Tiefwasser-Segler mehr haben. ...." So das Lamento im 1936 erschienenen Band 4 der damals sehr populären Heftreihe „Shipping Wonders of the World".

ARETHUSA (II) ex PEKING
Anfang der 1930er Jahre hatte die 1849 gebaute hölzerne ARETHUSA (I) das Ende ihres langen Lebens erreicht. Sie war reif zum Abwracken, ein Schicksal, das die 1843 gebaute CHICHESTER schon früher ereilt hatte. Ersatz wurde gebraucht, gerne ein geräumiges, großes Segelschiff in gutem Zustand. Der Blick der Gesellschaft fiel auf die PEKING der Reederei Laeisz, die zum Verkauf stand. Man wurde sich schnell einig und die PEKING begab sich, gezogen von einem Dampfschlepper auf den kurzen Weg von Hamburg nach England geschleppt, zum letzten Mal unter dem Kommando von Kapitän Jürgen Jürs, der später die PADUA führte. Nach der Umbenennung des Flying P-Liners in ARETHUSA (II) wurden in der seit dem frühen 16. Jahrhundert (und noch bis 1984) aktiven Marinewerft in Chatham der Sandballast durch eingegossenen Beton ersetzt, die Ladeluken verschlossen, ein weiteres Deck eingezogen, Wohnkammern, Schul- und Sporträume sowie weitere für den Betrieb als stationäres Schulschiff notwendige Einrichtungen eingebaut. Die Silhouette des Schiffes blieb allerdings im Großen und Ganzen erhalten, denn weder wurde die Poop mit dem Mittschiffshaus verbunden, noch die Aufbauten erweitert. Gleichzeitig wurde die Takelage reduziert, d.h. die Obermars- und Oberbrahmrahen sowie die Besangaffel abgenommen, wie das Foto von 1933 zeigt. Zum Abschluss versah man den Rumpf mit einem schwarz-weißen Pfortenband, wie es noch heute die KRUZENSHTERN (ex PADUA) hat.

Am 25. Juli 1933 eröffnete der Bruder des Prince of Wales, der spätere König Georg VI, das stationäre Schulschiff für den Betrieb am neuen Liegeplatz in Upnor im Medway, einem Fluss, der bei Sheerness in die Themse mündet.

Während des 2. Weltkriegs wurde das Schiff als HMS PEKING in die Royal Navy eingegliedert wurde, weil es dort schon eine HMS ARETHUSA gab. Nachdem die Jungen evakuiert worden waren, bis auf 50, die schon alt genug für den Dienst in der Marine waren, diente die HMS PEKING als Wohnschiff für Matrosen der Royal Navy.

Zum Filmstar wurde die ARETHUSA (II) in dem 1964 gedrehten Krimi „Murder Ahoy!" aus der Reihe mit der exzentrischen Detektivin Miss Marple, wo der Viermaster unter dem Namen BATTLEDORE seine gewohnte Rolle als von einem Wohltätigkeitsverein betriebenes Schulschiff spielt.

Gegen Anfang der 1970er Jahre war es vorbei mit der einst so glorreichen britischen Handelsmarine. Die beginnende ´Container-Revolution´ machte den mannschaftsintensiven alten Stückgutschiffen den Garaus, der Rest der Handelsflotte wurde innerhalb weniger Jahre ausgeflaggt und mit billigen Seeleuten vorwiegend aus Ost- und Südasien bemannt. Die Überfischung der traditionellen Fanggründe bedeutete gleichzeitig das Ende der vormals riesigen britischen Fischereiflotte. Mit diesen Veränderungen verschwand auch die Nachfrage nach britischen Seeleuten.

Dazu kamen für die „Shaftesbury Homes and Arethusa Training Ship Co." noch die erheblichen Unterhaltskosten für die inzwischen schon fast 60 Jahre alte Viermastbark, obwohl man das Rigg schon früher weitestgehend abgenommen hatte. Zuerst hatte es, wie bereits berichtet, schon 1933 die Obermars- und Oberbramrahen getroffen, dann im Laufe der Zeit alle Rahen am Groß- und Kreuzmast. Später wurde der ehemals stolze Segler dann vollends zur Hulk, als die Vorunterbramrah und die drei Bramstengen abgenommen wurden. Trotzdem waren bis 1974 an die 100.000 Pfund Sterling Kosten für ausstehende dringende Unterhaltsarbeiten aufgelaufen.

Deshalb entschloss sich die Gesellschaft im Jahr 1974, nach ziemlich genau 130 Jahren, die Schule für angehende Seeleute zu schließen und die Viermastbark zu verkaufen, obwohl man 1971 noch eine 22 m lange Ketsch gekauft hatte, die nach dem Verkauf der ARETHUSA (II) wiederum den traditionellen Namen ARETHUSA (III) erhielt und bis 1982 betrieben wurde, aber nicht mehr als Ausbildungsschiff für angehende Seeleute. Insgesamt waren auf den ARETHUSAs (I) und (II) über 12.000 Jungen ausgebildet worden.
Ein Interessent für das unwirtschaftlich gewordene alte Schiff fand sich schnell in dem 1967 gegründeten South Street Seaport Museum in New York, dessen Eigentümer, die J. Aron Charitable Foundation, einen repräsentativen Großsegler für ihr noch junges Museum suchten. Für 70.000 Dollars (damals etwa 400.000 DM) wechselte der ehemalige Flying P-Liner im Schlepp über den Atlantik. Das Schiff erhielt von seinen neuen Eigentümern wieder den Namen PEKING und wurde weitgehend originalgetreu restauriert, zumindest äußerlich. Doch das ist eine andere Geschichte.

Heute befindet sich am alten Liegeplatz der ARETHUSA (II) in Upnor ein Erziehungszentrum für benachteilige Kinder aus den Slums der britischen Innenstädte mit Kletterwand, Kajaks, Motorbooten und einem breiten Angebot an anderen sportlichen und Umwelt-bezogenen Kursen. Der Name „The Arethusa Venture Centre" hält die Erinnerung an die drei ARETHUSAS lebendig. Die Gesellschaft hat von ihrer Gründung im Jahre 1843 bis heute mehr als 60.000 Kindern und Jugendlichen auf ihrem Lebensweg geholfen, wobei die PEKING / ARETHUSA (II) über Jahrzehnte die tragende Rolle spielte.

Autor: Ch. Hieber, Kaliningrad

 

 

Die AOBA

Einladung der Arethusa Old Boys Association (AOBA) im September 2016 an die Freunde der Viermastbark PEKING nach Upnor am Medway River

Die PEKING kam 1932 als Ausbildungsschiff nach Upnor an den Medway River und wurde dort umbenannt auf ARETHUSA. Dort wurden in stringenten Lehrgängen sozialbenachteiligte und schwererziehbare Jugendliche in 18 Monaten (in Einzelfällen auch 36 Monate) zu lebenstüchtigen Menschen erzogen. Bis 1974 wurden diverse Jahrgänge auf das Leben vorbereitet. Noch heute identifizieren sich die Mitglieder nach ihrer Hängemattennummer und ihrem Ausbildungsjahrgang. Es ist unglaublich beeindruckend, wie stark der Zusammenhalt der
ARETHUSA Old Boys Association (AOBA) ist. Alle Ausbildungsgänge treffen sich einmal im Jahr zu ihrer Jahreshauptversammlung in Upnor am Medway River – dem Liegeplatz des Schiffes für 42 Jahre. Auch in diesem Jahr trafen sich Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Charaktere mit dem einen Ziel, das tief empfundene Gemeinschaftserlebnis alter Zeit wieder neu zu beleben. Alle sind dankbar dafür, dass die Ausbildung ihnen den Weg ins normale Leben geebnet hat und alle trägt die Sehnsucht, das Schiff noch einmal wieder zu sehen, um auf alten Spuren zu wandeln. Dieser Geist der Dankbarkeit, der Geist des Zusammenhalts und der gemeinsamen schweren Ausbildungszeit verbindet sie alle miteinander.

„Arethusa war nicht nur ein Schiff... es war vor allem für viele verlorene Jugendliche der Start in eine wunderbare Zukunft".
So manch ein hoffnungsloser, gefallener Jugendlicher ohne Chance auf Ausbildung, geschweige denn Arbeit, fand durch die Ausbildung an Bord der ARETHUSA den Ausweg aus persönlichem Dilemma und startete in eine hoffnungsvolle Zukunft mit neuem Selbstvertrauen.

Zum Jahresstag der AOBA wird traditionell die Vereinsflagge gehisst , eine Messe abgehalten und der Toten gedacht. Alle Mitglieder der Arethusa Old Boys Association stehen andächtig in Flanell und dekoriertem Blazer mit Clubkravatte am Ehrenmal und beten das Vaterunser.

Der Vorsitzende der ARETHUSA Old Boys Association, Mr. Roger Alford, hatte zur diesjährigen Jahreshauptversammlung den Vorsitzenden der Freunde der Viermastbark PEKING, Mathias Kahl nebst Ehefrau, eingeladen. Es entstand während dieser Jahreshauptversammlung eine sehr enge Bindung zwischen beiden Vereinigungen und eine enge Freundschaft zwischen beiden Vorsitzenden.

Seitens der Mitglieder der AOBA wurde uns jegliche Unterstützung in der geschichtlichen Aufarbeitung der ARETHUSA-Zeit zugesagt; sei es in Form von Dokumenten, Berichten und Fotos oder auch Erinnerungsstücken – wie z.B. Hängematten und anderem Schiffszubehör – aus dieser Zeit. Man versprach bei der Ausgestaltung des Schiffes als Museum in Hamburg behilflich zu sein. Hierfür wird man auch das heutige Museum der früheren Chatham Dockyard (dort wurde das Schiff als stationäres Schulschiff umgebaut) konsultieren.

Wenn die Zeit der ARETHUSA einen signifikanten Platz in der musealen Ausgestaltung der PEKING in Hamburg bekäme, würde den Arethusa Old Boys eine spät anerkannte Würdigung ihrer Lebensgeschichten zuteil werden und ihnen ein Stück Heimat zurückgegeben werden.

Das Beispiel der Arethusa Old Boys ist ein Beispiel gelungener Integration sozialschwacher, schwer integrierbarer Jugendlicher, die heute alle ihren erfolgreichen Lebensweg gefunden haben und unendlich dankbar dafür sind. Es hat einen zutiefst sozialdemokratischen Denkansatz und ist beeindruckendes Beispiel zugleich, das es zu unterstützen und deren Geist zu bewahren gilt.

Der Kontakt zu ihnen (AOBA) gelingt daher nur über die Anerkennung ihrer persönlichen Geschichte, über die Wertschätzung ihrer Person und die Freundschaft zu ihnen. Ohne wertschätzende persönliche Kontaktpflege wird eine positive Entwicklung nicht möglich sein. Nur wer freundschaftliches Vertrauen fühlt, ist auch bereit, unsere Absichten zu unterstützen und seine Schätze preiszugeben.


Erinnerungen an die ARETHUSA

Memories of the Arethusa
By Doug Lawrence (1927 to 2015), Trained on the Arethusa 1940 to 1942


The first week kept us busy learning how to wear a uniform correctly, salute, march in straight lines, get assigned to a division, mess, get a number, work place and learn about the ship and it's parts. I finished up as number 14 mess 7. In Nelson Division, work location the locker room, sweep twice daily and scrub on Saturdays. We also had a welcome speech from the Captain, Lt Cdr Rupert Gould, a pleasant man in his 30's very smart in his gold braid.

The welcome speech from the Chief Officer was another story. Dire warning were laid on us from him. He was a big man who put the fear of God in me. I stayed as far away from him as I could, but did fall foul a couple of times . His kick up the backside could lift one of the deck if he was wearing sea boots, which he was when he caught me breaking one of the seemingly endless rules.

Each morning, weather permitting, we were required to climb up and over the first yard arm, coming down had to be quick as there was a PO Boy waiting to give the slow pokes a whack on the backside. This took place before breakfast. I missed a few breakfasts as I had a hard time lashing up my hammock tight enough to pass through the iron ring. You received the chance to do it again but by that time, the boys down in the mess had scoffed my food.

The food was pretty bad by any standard. I have tried blocking out memories over the years but porridge and fried herrings day after day stays with you. The only time there was change was leave days when there was a slice of fruit cake and hot cocoa, after the ship had been cleaned. There were times when there was no butter or margarine, so we had dripping for our bread, dripping and jam was not one of my favourites. Main meal was at noon. Why do I seem to remember that boiled spuds, cabbage and carrots and some sort of meat that took a lot of chewing?

Saturdays were favourite, an individual meat pie, lots of pastry but a bit thin on the meat content. They were sold on shore in cafes for tuppence. If anyone in the mess wanted money more than a pie you could buy one for a penny, against the rules of course. One of my favourites was the suet pudding we had each week, known far and wide as duff, if it had sultanas it was spotted dick, served with custard or syrup it was plain sweet duff.. Before turning in at night we got either a cup of pea soup and a ships biscuit or cocoa with a biscuit, a real taste treat.

The cook was a rather scruffy individual who always seemed to have a roll your own cigarette hanging from his bottom lip, when the ash would drop off it got stirred into the contents of whatever pot was closest. The only thing that caused me joy was knowing that he also cooked for the officers.

A normal day went something like this :- Wakey, Wakey lash up and stow, wash and dress, up on the foredeck, exercise consisted of climbing up to the first yard and back. Then breakfast, clean ship, divisions on the quarterdeck, raise Ensign with bugle calls, prayers then inspection. If it was raining divisions were held below deck, outside of the officers quarters, in front of the carved ships coat of arms, 'Fear God, Honour The King.' A few physical jerks were held after prayers, then we were dismissed.

Half of us went to school for the morning the others went to manual, which consisted of learning seamanship, knots, splicing, boat work and all that other good stuff, in addition attending to general maintenance of the ship. Schooling was not very good, but the teaching staff were kindly souls for the most part. Divisional Officers were what might be expected from retired Naval Petty Officers, generally good men with little flexibility in dealing with young boys.
But it was different times, I'm sure they did their best with what they had. We went swimming of course and once in a while we had a 'Make and Mend', which was an afternoon to set out all of your clothes and any other permitted gear, all set out in strict order with numbers in plain view.

We also learned to mend socks and stitch seams from a dear old man named Mister Danials, The Clothing Officer and Tailor. I still have a shoe brush that has number 14 stamped on it. After lunch you had a bit of free time, if not on mess duty that week. Time to get upon deck, maybe climb out on the yard just for the fun of it. A great time to see the Thames Barges sailing by with just a man and a boy as crew.

Free time in the evenings were spent in various activities but whether or not you liked it somehow you found yourself in a boxing match at some time. The band had gone so there was a big gap, just the bugle lessons left. Reading was encouraged but sometimes it was hard to get a quite spot. Sunday afternoon was free time, some of us would go ashore and walk all the way to Chatham skating ring, where we could get in for free of charge, to sit and listen to the music.

Of course if a Parent visited you would hope to go out for a meal We had the occasional movie down in the gym, the Captain and his lady attended. We lost the show for several weeks after the appearance of the leading lady evoked catcalls and whistles from some members of the audience. The projector was switched off and the Captain and his wife were escorted from the gym, we were kept in the gym in the dark for the length of the time the film would have run. I have often wondered if Valerie Hobson knew that she had a fan club on the 'Arethusa".

Then there was "coaling ship". From time to time we would get up in the morning to find a lighter loaded with coal, tied up alongside to port. This meant a good number of us would be involved in getting the load on board, not a favourite job. We were rigged out in any old clothing stored away for that very job. The canvas curtains were rigged around the bunker plate area to keep the dust contained when the coal was dumped into the bowels of the "Arethusa".
Two sets of stages were rigged for the lads to stand on as the baskets of fuel were lifted from the lighter up to the main deck where they would be dumped into a chute that went down to the bunker. This job took all morning and it was a back breaking job for all those concerned. Thank goodness we were relieved after about an hour by another ten or so poor souls.

Then came the chore of cleaning the deck and washing down the deckhead where the canvas curtains had failed in their intended purpose. the coal, of course, was for heating the living areas, for showers and also the galley. I don't know where the heat went to because it was never warm between October and May, except in the shower or in my hammock. We would get a food treat on coaling days. Perhaps a chocolate biscuit with our cocoa.

It was the early 1940's and the civil defence organizations such as the Air Raid Precautions (ARP), Enhanced Fire Services (NFS), First Aid & Rescue, Heavy Rescue Services, Emergency Feeding & Housing and many others were staffed by a mix of volunteers and full time men and women. They all did outstanding work as time went on. We knew things were getting serious when "Bobbies" on the street no longer wore the traditional helmets but instead were kitted out with blue painted "tin hats".

It seemed that everyone was involved in something, even the "Arethusa Boys" were pressed into service. One morning after breakfast, we went ashore where we were loaded onto a bus which took us to a large hall in Rochester. We were informed that we were to play the part of bomb victims. No. 2 Cox (Always a bit of a radical) said that acting as a victim would be no problem, as most of us were victims of something or other every day on the "Arethusa".

During the day, I was rescued from a collapsed building, suffered burns, a head injury, a broken leg and at one point was declared dead. By the end of the exercise we had been tagged, banded, splinted, bruised, squeezed and lifted by seemingly endless stream of enthusiastic life savers.
We had however been treated well during breaks in the proceedings. a group of motherly ladies in charge of the catering saw that we had as many sandwiches, cream buns, mineral water and teas as we could put away. some of the more daring in our group even talked some of the adults into giving them a puff on a cigarette.
One of the motherly ladies obviously took a fancy to me, as we were boarding the bus she slipped a sixpence into my hand. We were late getting back on board and no food had been left for us "Heroes", who had served on the front lines that day! But who cared, we had eaten like kings and I knew where to hide my sixpence until next shore leave.

When reading, I. S. Morgan's book "Painting The Last Post", I noticed that he mentioned a laundry lady. That brought back some memories of a prehistoric time, when we were broken down into groups of three and assigned to a wooden half barrel two thirds full of very hot water and a bar of Sunlight Soap. A second tub was nearby for rinsing out the scrubbed articles, sitting on a mess bench, one had to move to a sharp pace to get the whites done before the first bloke tossed in his blue, often smelly socks.
It took about an hour before the whole job was completed. Wringing out was a shared job as there was no mangle to do that job. the under pants presented the biggest challenge as they were large, old fashioned things that I swear were made out of heavy sail cloth. As I recall it, there was a drying room down below next to the boiler room.

What about those collars! when issued they were as blue as could be, with out being black. The objective of all Nozzers was to get those washed out to an ocean blue without getting the blue dye into the white stripes. Fortunately, I had a "Townie"on board, he had been a sea cadet and new the secret of washing new collars. He had a nail brush stashed away some where. He was also a dab hand at tying bows in cap ribbons.

P.T. was never one of my favourite activities. Climbing ropes, jumping over boxes and horses or tumbling on hard canvas mats seemed to have little relevance to my ambition. all of this might have been useful if one planned to become a circus performer. I wanted to serve in submarines where opportunities for this mad physical activity would be limited. Climbing to the sports field was perfect training for anyone who aspired to be part of a Royal Marine assault force. Once at the peak, I would volunteer for any game that had a position that involved as little dashing around as possible. Playing full back on a football team was ideal. Tug of war was OK but cross country racing left much to be desired.

Once during my time we were graced by the visits of two admirals. First was Admiral Of The Fleet, The Earl Of Cork and Orrery. A compact, good looking monocle wearing gent who seemed to have gold braid up to his elbows. As new boys, three of us were ordered to give our name, number and where we came from. When I told him that I came from Reading, he looked me up and down and said "Ah, yes, biscuits". Yes sir I replied, with regional pride. "Biscuits, Beer and Bacon", to which he gave a snort and moved on.
That was the day I learned to answer a question without editorialising. "I've got my eye on you boy" said our divisional officer, after the admiral had left the area, "you have a big mouth and talk too much".

We lined up on the quarter deck for our second admiral. A very large man dressed in a brown suit and a bowler hat. Shattered my image of an admiral. I can't remember his name. He inspected us and spoke to some of the lads as he walked through the ranks. I offered up a silent prayer as he started up our line. One chat with an admiral had been enough for me. My prayer had obviously been answered when he stopped at our senior hand, a huge, gentle giant, known to us all as "Tiny". "How old are you boy?" He asked. "Fifteen Sir", replied our champion in his fog signal voice. "Fine lad for your age", said the admiral giving Tiny a thump on the shoulder so hard that he fell into the line behind us causing a major pile up, that made the whole day worth while.

I learned later that both admirals were patrons of the Shaftesbury Homes and Arethusa. The brown suited gent, recalled from retirement, sometimes served as a convoy commodore as the war at sea expanded.

From time to time, the "Arethusa" received donations of foodstuffs from some of the larger grocery chains. I recall one occasion when we received a case load of tinned butter from the International Foods Company. I don't know whether they had a sell by date on butter back then. If they had, I'm sure the butter was hovering on the edge of its limit. The butter would probably have been OK if it had been given to the messes right away, unfortunately someone though it should be given out in some sort of rota. By the time it got to us in 7 mess, the contents of our tin smelled like coal gas, but much stronger.

Stewed prunes were regulars on a limited menu, the heads were very busy by evening. Things were however kept in balance by having plum duff next day. On Friday evenings, the canteen was open to those who had money in their account. To get that money one had to line up until the officer called "Next", you then stepped up to the desk, saluted, took of your hat, placed it top up and called out your number. Of course, there were times when you were sure you had at leased six pence in the kitty, only to be told "No funds". Then it was on caps, salute, step out of line, hoping some kind soul might give you a bite or suck of their goodies.

Despite firm discipline, harsh living conditions, (as compared with later conditions, which I saw, when in 1948 I spent a pleasant morning on board with Captain Le Mare). A relative poor academic education, but yet a good seamanship program, the Arethusa was, I believe, a happy ship in my time. While the aim was not to make or brake young lads, some could not make it, I saw several boys who had to go home. Sure there were bullies among the lads and among the staff for that matter, but we learned to live with people of all types and temperaments. These learning lessons would stand us in good stead in the years ahead.

Looking back, one can not help but recognize the hold the ship had over us, we went on leave and yet we returned on time to face another period of tough living. There came a time when we sensed that something was going on, but nothing we could pin down. One lad said he had overheard two officers talking about evacuation. Then one morning at divisions, Captain Gould told us that due to our proximity to Chatham Naval Base and it's danger of being bombed, we were to be sent home soon and would be recalled when alternative facilities were found.

This was shattering news to those of us who had come to the "Arethusa" to escape from home. Over the next while some of the rules were relaxed, for example, we where allowed to clime to the top of the foremast, boat races were organized and school work was wound down. Mr Gummer held evening reading sessions so those of us who were in the middle of "Martin Rattler" could hear the remaining chapters. On Wednesdays we had shore leave, if we wanted it. I'm not sure how long it was before we went home, but when that day came, it was a sad event for many of us.

When I got home I had to get a job until I got a recall letter. The Arethusa would now be accommodated in quarters in Salcombe, Devon. It was time for me to make a decision about my future. Being a bit of a romantic, I could not see myself living in the former hotel, despite my kinship with the lads and the program. My hopes for a Navy career had gone out the window, when my divisional officer told me not to get my hopes up in that regard, due to a very dry skin condition. "The navy dose not want blokes who cause a snow storm of dry skin every time they undress".

Anyway, I was still too young for the R.N. The Merchant Navy seemed to be the best option. So with the support and guidance of Mr. Sadler of the Shaftesbury Homes and Arethusa Training Ship, I got a job as a deck boy on the Orient Lines "Orion", and the great adventure began.


PS. As a young boy Doug found circumstances dictated that he should be fostered out to various relatives for differing lengths of time. These were not happy days. Changing homes and schools with strange rules, expectations, chores and punishments was hard an him, but he learned to deal with it all. Unfortunately, emotionally he did not.
He was a caring boy and often found himself on the side of the underdog despite his own problems, not always the wisest position. When he finally escaped from the foster home and stepmother circuit he was accepted by the naval Training ship Arethusa at the age of thirteen.
It was a hard school but had a consistent structure which was important. As the instructors said "This was all meant to make a man of you".

 Memories of the Arethusa by Doug Lawrence  (als PDF herunterladen - englisch)