Die Anker der Viermastbark PEKING wurden ursprünglich entweder per Handbetrieb über
das Gangspill oder mit Unterstützung der vorderen GNOM-Motor-Ladewinde gehoben.
Die beiden originalen Motorwinden wurden während des Umbaus der PEKING zum stationären Ausbildungsschiff ARETHUSA im Jahr 1932 in England abgebaut, den Freunden der Viermastbark PEKING e.V. gelang es jedoch, einen der 3 noch bekannten original GNOM-Motoren (Baujahr 1906) per Ringtausch zu erwerben – ein authentisches Exemplar aus derselben Epoche mit nahezu identischer Bauweise.

Durch die großzügige Überlassung eines antiken MAN-Pumpenmotors ermöglichte Hamburg Wasser den kostenlosen Ringtausch. Inklusive Restaurierung, Transport, technischer Anpassung, Bau einer Winde mit Getriebe und Montagekosten liegen die Kosten für das fertige Projekt bei ca. 25.000 €. (Ohne Ringtausch bei ca. 70.000 €).
Der Verbrennungsmotor GNOM der Motorenfabrik Oberursel, erstmals 1892 auf den Markt gebracht, gilt als Meilenstein in der Geschichte von Antriebsmotoren und zeigt eindrucksvoll, wie Innovation und Tradition an Bord der PEKING zusammenkamen.

Der GNOM-Motor mit Ladewinde wurde durch die Vereinsmitglieder Wolfgang Lämmle, Jürgen Ketels, Axel Rehder und Michael Serr seit Anfang 2022 komplett funktionsfähig restauriert und am 28.April 2026 mit einem Schwerlastkran an Bord gebracht – gemeinsam mit dem Rettungsboot und dem Heckanker.
Der Motor darf an Bord jedoch aus Sicherheitsgründen nicht mit Treibstoff betrieben werden. Um die Anlage originalgetreu und betriebssicher präsentieren zu können, wurde der Motor ergänzend mit einem elektrischen Hilfsantrieb rekonstruiert.


Ansprechpartner
Wolfgang Lämmle
wolfgang@laemmle.org